Gemeinsam mit Amnesty International lud die Bonner Bahá’í-Gemeinde am 11. April 2018 ins MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein. Die Journalistin Isabel Schayani und der Menschenrechtsexperte Nicolas Frenzel Baudisch gaben den etwa 50 Besuchern Einblicke in die Menschenrechtssituation im Iran und die Verfolgung der dort lebenden Bahá’í. Die Bahá’í sind mit etwa 300.000 Mitgliedern die größte religiöse Minderheit im Iran und sind seit dem Sturz des Shah-Regimes wegen ihres Glaubens massiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Auch in letzter Zeit sind öffentliche Hasskampagnen, wirtschaftlicher Druck und willkürliche Inhaftierungen an der Tagesordnung.

Ergänzt wurden die Redebeiträge durch eine kurze Vorstellung der Bahá’í-Religion von Paul Genneper und durch eine eindrückliche Rezitation von Gedichten der kürzlich freigelassenen Mahvash Sabet auf Deutsch und Persisch (aus ihrem Gedichtband „Keine Grenzen. Gedichte aus dem Gefängnis“).

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage der Bahá’í finden Sie hier.

Einen Beitrag des ZDF heute-journals vom 10. Dezember 2017 zum selben Thema finden Sie hier.