„Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt.”
Bahá’u’lláh 

 „Die Vereinigung der ganzen Menschheit ist das Kennzeichen der Stufe, der sich die menschliche Gesellschaft heute nähert. Die Einheit der Familie, des Stammes, des Stadtstaates und der Nation ist nacheinander in Angriff genommen und völlig erreicht worden. Welteinheit ist das Ziel, dem eine gequälte Menschheit zustrebt.”
Shoghi Effendi

Bahá’u’lláh, der Stifter der Bahá’í-Religion, sieht die ganze Menschheit als eine Einheit und einen einzigen, unteilbaren Organismus. Bahá’u’lláhs Lehren eröffnen den Weg für eine neue Entwicklungsstufe der Menschheit, in der das Wohlergehen des Einzelnen, der Nationen als auch das der ganzen Menschheit sowie die geistigen, sozialen und materiellen Belange der Menschen ausgewogen berücksichtigt werden. Mit dieser Vision engagieren sich Bahá’í gemeinsam mit ihren Freunden und zahlreichen Menschen aus ihrem Umfeld dafür, die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt in kleinen Schritten sichtbar werden zu lassen.

Der Mensch und die Beziehung zu seinen Mitmenschen standen immer im Mittelpunkt aller Religionen. Ohne Nächstenliebe ist auch heute gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht denkbar. Die Botschaft Bahá’u’lláhs weist den heutigen Menschen darauf hin, dass er in der komplexer werdenden Welt seinen Blick auf das Wohlergehen der ganzen Menschheit richten sollte. Die großen Herausforderungen und Krisen, denen die Menschheit heute dabei begegnet, können auch als Zeichen des Übergangs von der Entwicklungsstufe der Kindheit in ein beginnendes Zeitalter der Reife der Menschheit gesehen werden.

Die Bahá’í laden alle dazu ein, die Lehren Bahá’u’lláhs kennenzulernen und zu erfahren, wie sie diese in die Tat umsetzen und sich engagieren können, die Vision einer friedlichen und geeinten Welt zu verwirklichen.

 

Baha’u’llah und Sein Anspruch als Überbringer einer göttlichen Botschaft

„In jedem Zeitalter hat jene unerkennbare Wirklichkeit, Gott, die Tore der Gnade für die Welt geöffnet, indem Er einen Sendboten schickte mit dem Auftrag, den sittlichen und geistigen Impuls zu geben, den die Menschen für Zusammenarbeit und Fortschritt benötigen.“

Die heute geltenden, ethisch-moralischen Grundsätze sind ohne die Lehren der großen Religionsstifter nicht denkbar. Ihr Zweck ist es, das menschliche Verhalten und die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbessern und das Wohlergehen der Menschheit zu fördern.

Durch jeden neuen Gottesboten erfährt die Menschheit einen göttlichen Impuls für ihre weitere Entwicklung. Äußerlich ein Mensch wie jeder andere, wird er oder sie von Gott gerufen, Ihm als Sein Sprachrohr zu dienen. Zu diesen auserwählten Menschen zählen Moses, Jesus Christus, Buddha und Muhammad.

Mitte des 19. Jahrhunderts war es Bahá’u’lláh, der erklärte, der Menschheit eine neue göttliche Offenbarung zu überbringen. Über vier Jahrzehnte verkündete Bahá’u’lláh in zahlreichen Briefen und Büchern Seine Botschaft. Für das Übermitteln dieser Botschaft an die Menschheit ertrug Er vierzig Jahre lang Gefangenschaft und Verbannung vom Iran über den Irak und die Türkei bis zuletzt nach Akka im heutigen Israel.

Weitere Informationen: www.bahai.de und www.bahai.org

Das Europäische Haus der Andacht (Hofheim-Langenhain, Deutschland)