„Selig der Ort und das Haus und der Platz und die Stadt und das Herz und der Berg und das Obdach und die Höhle und das Tal und das Land und das Meer und die Insel und die Au, wo Gottes gedacht und Sein Lob gepriesen wird.“
Bahá’u’lláh

 

„Als erstes musst du nach Geistigkeit dürsten; dann lebe das Leben!“
‘Abdu’l-Bahá

 

Die Zuwendung zu Gott im Gebet ist in nahezu allen Religionen essentiell. Nicht selten bittet der Mensch im persönlichen Gebet um Beistand, Kraft oder Gesundheit für sich und andere. Das Wort Gottes schenkt nicht nur Hoffnung, sondern inspiriert auch zum Handeln und zum Dienst am Mitmenschen. Dies wiederum ermöglicht dem Menschen, Tugenden wie Liebe, Gerechtigkeit, Hoffnung, Demut, Achtung und Großzügigkeit zu praktizieren und seine innewohnenden geistigen Eigenschaften, Talente und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Auf diese Weise ist das Gebet der Keim des Dienstes und verleiht dem Handeln Bedeutung.

In Andachtsversammlungen beten Bahá’í gemeinsam mit Freunden, Bekannten und Nachbarn – ganz gleich welcher Weltanschauung – in einer besinnlichen Umgebung, sei es in den eigenen vier Wänden oder in einem Versammlungsort der Gemeinde. Bei diesen Zusammenkünften in herzlicher und würdevoller Atmosphäre werden Texte aus den Heiligen Schriften der Bahá’í und anderer Religionen gelesen, oft ergänzt durch Musik oder auch Geschichten. Im Anschluss ergibt sich oft ein angeregter Austausch über die ausgewählten Texte und die großen und kleinen Themen des Lebens. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse bereichern das eigene Verständnis und bieten Inspiration für das eigene Handeln und den konkreten Dienst an den Mitmenschen.

In der Bonner Bahá’í-Gemeinde gibt es derzeit mehrere Andachten, die wöchentlich oder monatlich stattfinden.

“Lasst euren Blick weltumfassend sein, anstatt ihn auf euer Selbst zu beschränken […]
Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger.”
Bahá’u’lláh